Altersvorsorge hat zwei Aufgaben: Kaufkraft über Jahrzehnte erhalten und im Ruhestand planbar verfügbar sein. Sachwerte können bei der ersten Aufgabe helfen – bei der zweiten haben sie strukturelle Schwächen: Sie schwanken, und viele liefern keine laufenden Erträge.
Sinnvolle Einordnung im Vorsorgekontext:
- Fundament bleiben planbare Quellen: gesetzliche Rente, ggf. betriebliche Vorsorge, laufende Erträge (Mieten, Dividenden, Entnahmepläne).
- Sachwerte als Erhaltungsschicht: Sie sollen das Vermögen real über die Zeit tragen – etwa breite Aktienanlagen, Wohneigentum, ein Edelmetallanteil.
- Was Gold nicht kann: Ein reiner Goldbestand erzeugt kein laufendes Einkommen; im Ruhestand müsste regelmäßig verkauft werden – zu dann herrschenden, ungewissen Preisen.
Die kritische Größe ist das Renditereihenfolge-Risiko: Wer zu Ruhestandsbeginn in eine Schwächephase seiner schwankenden Anlagen gerät und trotzdem entnehmen muss, zehrt die Substanz überproportional auf. Dagegen helfen eine mehrjährige Liquiditäts-/Anleihenschicht für die ersten Entnahmejahre und ein schrittweises Anpassen der Aufteilung mit nahendem Ruhestand. Die konkrete Vorsorgearchitektur – inklusive Steuer- und Förderfragen – gehört in eine zugelassene, möglichst unabhängige Beratung; Sachwerte sind darin ein Baustein, kein Gesamtplan.
Sachwerte können das Vorsorgevermögen tragen – vom Vermögen leben muss im Ruhestand aber die planbare Schicht.
Drei Fragen zur Selbstprüfung. Wählen Sie eine Antwort – die Erklärung erscheint sofort.
01Welche zwei Aufgaben hat Altersvorsorge?
02Was ist die strukturelle Schwäche eines reinen Goldbestands in der Entnahmephase?
03Was mildert das Renditereihenfolge-Risiko zu Ruhestandsbeginn?