Diversifikation bedeutet: Vermögen auf mehrere Anlageklassen verteilen, die sich möglichst unabhängig voneinander entwickeln – etwa Aktien, Anleihen, Liquidität, Immobilien und Edelmetalle. Fällt ein Baustein, tragen die anderen.
Das Prinzip schützt vor dem größten Einzelfehler der Geldanlage: dem Klumpenrisiko – alles auf eine Karte, sei es eine Aktie, eine Immobilie oder auch nur Gold.
Der Fachbegriff dahinter ist Korrelation: das Maß, wie gleichläufig sich zwei Anlagen bewegen. Sachwerte wie Gold haben sich historisch oft anders entwickelt als Aktien und Anleihen – zeitweise gegenläufig, zeitweise unabhängig. Genau diese niedrige Korrelation kann Schwankungen des Gesamtvermögens dämpfen.
Wichtig für realistische Erwartungen: Korrelationen sind nicht stabil. In akuten Krisen fallen zunächst oft viele Anlageklassen gleichzeitig, weil Anleger Liquidität brauchen – auch Gold gab z. B. im März 2020 zunächst nach, bevor es sich erholte. Diversifikation glättet die Fahrt, sie verhindert keine Schlaglöcher.
Diversifikation hat mehrere Ebenen: über Anlageklassen, innerhalb der Klassen (bei Aktien: Regionen, Branchen; bei Sachwerten: Metalle, Immobilienarten, Zugangswege) und über die Zeit (gestaffelte Käufe). Auch Gegenparteien lassen sich streuen: nicht alle Bestände bei einem Verwahrer, nicht alles Guthaben bei einer Bank.
Welche Gewichtung für Sie passt, hängt von Horizont, Reserven und Risikotragfähigkeit ab – eine pauschale Quote gibt es nicht, und dieses Wissensangebot nennt bewusst keine. Das Prinzip dagegen ist universell: Kein einzelner Baustein sollte im Ernstfall Ihre Existenz gefährden können.
Streuung ist die einzige Strategie, die keinen Blick in die Zukunft voraussetzt.
Drei Fragen zur Selbstprüfung. Wählen Sie eine Antwort – die Erklärung erscheint sofort.
01Was beschreibt Korrelation in der Geldanlage?
02Was passiert mit Korrelationen häufig in akuten Krisen?
03Vor welchem Fehler schützt Diversifikation vor allem?